Ein Fersensporn (Kalkaneussporn) ist ein dornenartiger Knochenauswuchs am Fersenbein. Er entsteht durch kleine Sehnenverletzungen, die verkalken. Grund für solche Verletzungen sind meist Fehl- und Überbelastungen. Bei einem Fersensporn ist Gehen oder Stehen in vielen Fällen sehr schmerzhaft.

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Was ist ein Fersensporn?

Ein Fersensporn (Kalkaneussporn, Plantarfasziitis) ist ein dornartiger Knochenauswuchs an der Ferse. Die weitaus häufigere Form bildet sich vom unteren, vorderen Rand des Fersenbeins ausgehend entlang der Fußsohle in Richtung Zehen (plantarer Fersensporn). Der seltenere, dorsale Fersensporn entsteht am Ansatz der Achillessehne.

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Oft verursacht ein Fersensporn keine Beschwerden und wird nur zufällig beim Röntgen entdeckt. Beschwerden treten meist dann auf, wenn man den Fuß intensiv belastet. Denn dadurch entsteht eventuell im Ansatz der Sehne am Fersenknochen eine kleine Entzündung und Schwellung. Sie verursacht dann beim Gehen oder Stehen in vielen Fällen starke, stechende Schmerzen.

Wie wird ein Fersensporn behandelt?

Eine Esostosis calcenei-Behandlung hat das Ziel, akute Schmerzen zu lindern und künftigen Beschwerden vorzubeugen. Für die Therapie brauchen die Patienten viel Geduld: Denn bis die Beschwerden ganz verschwinden, vergehen oft einige Wochen oder sogar Monate. Eine Operation ist jedoch nur in seltenen Fällen nötig.

Entlastung

Das wichtigste Prinzip der Fersensporn-Behandlung ist die Entlastung. In Ruhe bessern sich die Beschwerden meist schnell. Daher sollten die Patienten eine Sportpause einlegen und möglichst wenig gehen oder stehen. Darüber hinaus hilft es, den Fuß hochzulagern.

Schmerzmedikamente

Oftmals reicht aber Entlastung nicht aus, um die Schmerzen beim Esostosis calcenei zu lindern. Dann helfen meist zusätzliche Schmerzmedikamente. Besonders geeignet sind hierfür Medikamente, die gleichzeitig die Entzündung hemmen (Antiphlogistika). Dazu gehören Wirkstoffe wie Diclofenac oder Ibuprofen.

Kältetherapie

Kälte lindert Schmerzen und hemmt Entzündungen. Das funktioniert mit Eis, einem Kryopack oder auch Kältespray. Die wiederholte Kälteanwendung steigert zudem anschließend die Durchblutung des entzündeten Gewebes, was die Ausheilung beschleunigt. Die Kältetherapie (Kryotherapie) wird jeweils für zehn bis 15 Minuten angewendet und mehrfach am Tag wiederholt. Um Erfrierungen der Haut zu vermeiden, wird die Haut dabei durch eine dünne Lage Stoff geschützt.

Krankengymnastik

In der krankengymnastischen Therapie dehnt man die große Sehnenplatte der Fußsohle (Plantarfaszie), die Wadenmuskulatur und die Achillessehne. Als Nebeneffekt wird durch die Aktivierung das Gewebe besser durchblutet, was die Heilung zusätzlich fördert. Der Patient lernt in der Behandlung spezielle Übungen, die sich zu Hause weiter anwenden lassen.

Infiltrationstherapie

Im Rahmen einer Infiltrationstherapie injiziert der Arzt ein lokales Betäubungsmittel oder ein Kortisonpräparat in die schmerzhafte Region am Fuß. Das Betäubungsmittel lindert akute Schmerzen. Das Kortisonpräparat hemmt die Entzündung. Bei diesem Verfahren gelangen allerdings leicht Keime ins Gewebe. Darum sollte es unbedingt von einem erfahrenen Arzt angewendet werden.

Esostosis calcenei-Einlagen

Wer zu einem Fersensporn neigt, sollte grundsätzlich bequeme Schuhe tragen. Zusätzlich lassen sich die Schuhe geschickt polstern. Das entlastet den Fuß und beugt erneuten Beschwerden vor.

Bei Plattfuß, Knickfuß oder Hohlfuß besteht ein höheres Risiko, dass ein Esostosis calcenei entsteht. Diese Fußfehlstellungen lassen sich jedoch gut mit orthopädischen Einlagen ausgleichen. So lässt sich oft schon verhindern, dass überhaupt ein Fersensporn entsteht.

Besteht bereits ein unterer Esostosis calcenei (unter der Fußsohle) helfen Einlagen mit einer Aussparung (Locheinlagen), die individuell orthopädisch angepasst werden. Auch viskoelastische, mit einer Art Gel gefüllte Einlagen oder breite Pufferabsätze helfen. Sie verteilen den Druck auf den gesamten Fuß und federn Stöße besser ab.

Beim hinteren Esostosis calcenei (an der Achillessehne) lassen sich zur Dämpfung ein Fersenkissen, Filzstückchen oder Fersenkeile in die hintere Schuhkappe einkleben.

Fersensporn-Operation

Fersensporn-Operationen führt man nur sehr selten durch. Sie sind die letzte Maßnahme, wenn alle anderen Therapiemaßnahmen versagt haben. Möglich ist eine Operation zudem nur bei einem Fersensporn unter der Fußsohle. Dabei kerbt der Chirurg die kurzen Fußmuskeln ein und löst die Sehnenplatte unter der Fußsohle vom Fersenbein. Das soll die Sehne unter dem Fuß entlasten.

Eine Esostosis calcenei-Operation verläuft nicht immer erfolgreich und ist mit Risiken verbunden. Es sind Wundheilungsstörungen möglich, und es bildet sich in einigen Fällen verstärkt Narbengewebe. Außerdem geht unter Umständen das natürliche schützende Fettpolster unter der Ferse bei der OP verloren.

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